Skip to main content Skip to page footer

Stadtstrasse

Die Strasse ist für alle da.

Mobilität verbindet Menschen.
Sie macht Begegnungen möglich: bei Sport und Kultur, Bildung und Arbeit, Vereinsleben sowie dem Besuch von Märkten und Läden mit persönlicher Beratung.

«Stadtstrasse» setzt sich mit der Verkehrspolitik der Stadt St.Gallen auseinander – unabhängig, parteipolitisch neutral und offen für alle.

Wir sind überzeugt: Mobilität ist ein Gemeinschaftsthema.
Sie ermöglicht, dass Menschen zusammenkommen. Mobilität soll bezahlbar sein, allen Verkehrsmitteln guten Zugang bieten und Menschen Teilhabe ermöglichen.

Werden Sie Teil der Lösung: als Projekt-Teilnehmer, als Vereinsmitglied oder mit einem Sammelversprechen!

Aktuell

Parkgebühr-Initiative

Unsere erste Initiative, die Parkgebühr-Initiative, wurde am 15. Dezember eingereicht mit rund 1400 Unterschriften.
Initiativtext lesen

Ein sehr herzliches Dankeschön allen fleissigen Sammlerinnen und Sammlern!


Presse

13. Jan. 2026, stgallen24.ch «Parkgebühr-Initiative erreicht nächsten Meilenstein» zum Artikel

13. Jan. 2026, Tagblatt «Initiative für günstigere Parkplätze in St.Gallen ist zustande gekommen» zum Artikel

19. Dez. 2025, SRF Regionaljournal Ostschweiz «Wird Parkieren in St.Gallen bald günstiger?» zum Beitrag

17. Dez. 2025, streetlife.ch «St.Gallen zockt Autofahrende ab – jetzt wehrt sich die Bevölkerung» zum Artikel


Wir informieren hier über das weitere Vorgehen und Updates. Wenn Sie sich uns anschliessen möchten, freuen wir uns über neue Teilnehmer und Mitglieder.

Teilnehmer werden (kostenlos) Mitglied werden und unterstützen

 

 

Stadtstrasse – darum geht es

In der Stadt St.Gallen finden umfangreiche Veränderungen bei Verkehr und Parkierung statt:

Das Ziel: die Bevölkerung zu einem Umstieg auf ÖV, Velo oder Fussweg zu bewegen.

Zeitgleich werden aus Spargründen zentrale Bushaltestellen abgebaut. Die ÖV Preise steigen, die Gültigkeit des Halbtax ist eingeschränkt: Die Gemeinden haben keinen Einfluss mehr auf Preise und Ermässigungen, da sie politische Kompetenzen abgegeben haben.

Stadtstrasse – was geschehen wird

In der gesamten Stadt werden viele oberirdische Parkplätze aufgehoben, sowohl im Zentrum, als auch in den Wohnzonen. Strassenschikanen für das Auto, Aufhebung von zentralen Bushaltestellen (Broderbrunnen, Schibenertor, Poststrasse), steigende Gebühren und Tarife – sie erschweren den Zugang zur Stadt und machen den Aufenthalt unattraktiv.

Der öffentliche Verkehr bietet zu wenig Ersatz: er ist stark auf Mehrheitsbedürfnisse ausgerichtet und den Transport von Arbeitnehmern zu den Stosszeiten. Die Preise steigen sowohl fürs Parkieren des Autos als auch für die Nutzung des ÖV. Das bewährte Halbtax ist auf der Stadtebene nicht in vollem Umfang gültig – Mobilität verkommt zum Luxusprodukt.

Die Einschränkungen und steigenden Preise bei der Mobilität machen vielen Menschen zu schaffen:

  • Familien und älteren Leuten
  • Handwerkern und Lieferanten
  • Menschen mit kleinem Budget
  • Schichtarbeiter
  • Besucher aus ländlichen Regionen
  • Freiwilligenarbeit bei Vereinen

 

Stadtstrasse – was geschehen ist

Mit dem Verlust zentraler Parkplätze und der Aufhebung von Bushaltestellen im Zentrum hat die Stadt viele Besucher verloren. Traditionelle St.Galler Geschäfte mussten schliessen oder umziehen, Leerstände nehmen zu. Die Verkehrseinschränkungen betreffen nebst dem Auto ebenso:

  • E-Bike Fahrer bei Temporeduktionen (20er/30er Zonen)
  • Fussgänger in 30er Zonen, die ihr Vortrittsrecht verlieren (Entfernung von Fussgängerstreifen)
  • Fussgänger in Begegnungszonen, wo Trottoirs entfernt wurden
  • Velofahrer bei Strassenschikanen
  • den Busverkehr, der wegen Massnahmen zur Temporeduktion in den Stau gerät

Die ehemalige Lädelistadt wird in Folge zusehends gemieden. Auch Sportvereine beklagen mittlerweile die Auswirkungen durch steigende Gebühren und warnen vor den Folgen des Parkplatzabbaus.

 

Stadtstrasse – was vergessen ging

  1. Mobilität schafft Begegnung. Wenn Menschen nicht mehr in die Stadt kommen, fehlt Austausch, ob beim Marktbesuch, Feierabendbier oder der Beratung im Fachgeschäft.
  2. Sport, Kultur und Freiwilligenarbeit brauchen Zugänglichkeit. Eine lebendige Stadt lebt vom Engagement ihrer Vereine und vom breiten Zugang zu Sport und Kultur. Trainer, Spieler, Helfer und Familien investieren unzählige Stunden ehrenamtlich – oft nach Feierabend oder am Wochenende. Hohe Parkgebühren bei Sportanlagen und schlechte ÖV-Anbindungen erschweren dieses Engagement: Freiwillige Trainer und Betreuer müssen zusätzliche Kosten tragen. Familien mit Kindern werden vom Sportangebot ferngehalten. Nachwuchsförderung und Vereinsleben verlieren an Attraktivität. Auch Kulturveranstaltungen leiden, wenn Besucher und Helfer nicht mehr bequem anreisen können.
  3. Weniger Autos bedeutet weniger Menschen. Die Verkehrslenkung verfehlt ihr Ziel, wenn sie nur das Auto bekämpft. Der Umstieg auf andere Verkehrsmittel findet nicht statt, denn das Auto fährt dennoch weiter. Es fährt einfach nicht mehr nach St. Gallen.
  4. Lokal einkaufen ist gelebter Umweltschutz.  Je näher Händler und Produzenten zusammenarbeiten, desto kürzer sind die Wege, desto frischer die Waren und desto weniger Verpackung fällt an. Wird Mobilität aber zu teuer oder zu kompliziert, weicht der Konsum ins Internet aus – und der Onlinehandel ist nachweislich weder nachhaltig noch umweltfreundlich.
  5. Das lokale Gewerbe ist Rückgrat und Profil der Stadt. KMU sichern Arbeitsplätze und Lehrstellen, bewahren Handwerkskunst und beleben die Strassen. Die kleinen Geschäfte geben St.Gallen ein unverwechselbares Gesicht – ohne sie verliert die Stadt Charakter und Vielfalt.
  6. Zugang für alle. Mobilität muss für alle möglich sein – unabhängig von Alter, Gesundheit oder Einkommen. Gerade ältere Menschen und Personen mit Einschränkungen sind auf gute Erreichbarkeit angewiesen, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Auch Menschen mit kleinem Budget dürfen nicht ausgeschlossen werden. Verkehrsmittel sollen deshalb für alle praktikabel und bezahlbar bleiben.

Stadtstrasse – was nun geschieht

Stadtstrasse fasst inzwischen über 160 Projekt-Teilnehmer, darunter mehr als 60 Vereinsmitglieder.

Mit Referenden, Initiativen und Bevölkerungsvorstössen können wir die Verkehrspolitik direkt mitbestimmen. Ziel ist eine Lösung, die ökonomisch, ökologisch und sozial überzeugt – und damit allen zugutekommt.

Dazu braucht es Ihre aktive Teilnahme: